03. Mai 2008
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Dritte
Pole in Folge für Audi Pilot Timo Scheider
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Ingolstadt/Mugello –
Audi Pilot Timo Scheider bleibt der "Mann der Stunde" in der DTM:
Auch beim dritten Saisonrennen startet der Deutsche mit seinem GW:plus/Top
Service Audi A4 DTM von der Pole Position. In Mugello (Italien) gelang Scheider
im entscheidenden Moment des Qualifyings eine perfekte Runde, mit der er den
Rest des Feldes um mehr als drei Zehntelsekunden distanzierte.
Da die neuen Audi A4 DTM nach ihren Siegen in Hockenheim und Oschersleben mit
20 Kilogramm mehr Gewicht fahren müssen als die 2008er-Mercedes, rückte das
Starterfeld in Mugello erwartungsgemäß eng zusammen. Im dritten und
entscheidenden Qualifying-Segment lagen die schnellsten vier Fahrzeuge von Audi
und Mercedes bis kurz vor Schluss innerhalb von 86 Tausendstelsekunden – und
das auf der mit 5,245 Kilometern längsten Strecke im DTM-Kalender.
Mit dem Fallen der Zielflagge gelang es Timo Scheider jedoch, sich noch einmal
um vier Zehntelsekunden zu steigern und sich damit unter dem Jubel seiner
Mechaniker vom fünften auf den ersten Platz nach vorne zu schieben. Trotz des
Handicap-Gewichts, das in Mugello laut Computer-Simulationen von Audi Sport knapp
fünf Zehntelsekunden pro Runde kostet, unterbot der Audi Pilot die Pole-Zeit
aus dem Vorjahr um 0,772 Sekunden.
Mit Tom Kristensen auf Startplatz drei und Mattias Ekström auf Position vier
gehen drei der vier neuen Audi A4 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline aus
den ersten beiden Startreihen ins Rennen. Kristensen fuhr im ersten Segment des
Qualifyings die schnellste Zeit, Ekström im zweiten. Auf der immer wärmer
werdenden Strecke kamen beide im dritten Abschnitt allerdings nicht mehr an
ihre persönlichen Bestwerte heran.
Eine starke Leistung zeigte Markus Winkelhock: Nachdem er in Oschersleben seine
ersten Punkte geholt hatte, gelang dem Schwaben aus dem Audi Sport Team Rosberg
in Mugello erstmals der Sprung unter die letzten acht des Qualifyings. Damit
war Winkelhock auch schnellster Fahrer eines Vorjahresfahrzeugs. Alexandre
Prémat, Mike Rockenfeller und Oliver Jarvis folgten mit ihren 2007er-Autos auf
den Positionen neun bis zwölf.
Einen Audi Block im Mittelfeld komplettiert Martin Tomczyk, der das ganze
Wochenende über keine perfekte Abstimmung für seinen Audi A4 DTM fand und am
Sonntag vom zwölften Startplatz unmittelbar vor Ralf Schumacher ins Rennen
geht. Christijan Albers belegte den 16. Platz, Katherine Legge gewann bei ihrem
dritten Einsatz in der DTM auf der anspruchsvollen Strecke als 18. erstmals das
Qualifying-Duell gegen ihre Mercedes-Konkurrentin Susie Stoddart.
Mit den Startplätzen eins, drei und vier hat sich Audi eine hervorragende
Ausgangslage für das Rennen am Sonntag erarbeitet, das um 14 Uhr Ortszeit
gestartet wird. Bei Rennsimulationen am Freitag zeigte sich, dass der neue Audi
A4 DTM trotz des Handicap-Gewichts in Mugello nicht nur eine Runde schnell ist,
sondern auch konstant schnelle Zeiten fahren kann. Die ARD überträgt im
"Ersten" ab 13:45 Uhr live aus der Toskana. Die knappen Zeitabstände
lassen ein sehr enges Rennen erwarten.
Stimmen nach dem Qualifying
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Es war ein extrem
spannendes und enges Qualifying. Unsere Konkurrenten waren sehr stark. Ich
freue mich unheimlich, dass Timo (Scheider) wieder im richtigen Moment alles
auf den Punkt gebracht und eine wirklich tolle Zeit hingelegt hat. Die starke
Teamleistung mit drei Fahrzeugen in den ersten beiden Startreihen zeigt, dass
der A4 DTM auch hier super läuft."
Timo Scheider (GW:plus/Top Service Audi A4 DTM #10): "Ich habe
gekämpft wie ein Stier. Als ich im letzten Qualifying Fünfter war, war mein
Ziel, mindestens in die zweite Reihe zu kommen. In meinem letzten Anlauf habe
ich irgendwie eine Linie gefunden, auf der richtig Grip war. Schon als ich in
die erste Kurve eingebogen bin, war ich erstaunt. Die Runde war bis zum Ende
ziemlich gut. Unglaublich, dass wieder eine Pole möglich war. Danke an Audi und
an Abt – man hat mir erneut das perfekte Paket gegeben."
Tom Kristensen (Audi A4 DTM #9): "Ich bin zufrieden. An meinem
edelweißen Auto musste während des Qualifyings nichts gemacht werden. Der
Ingenieur hat nur den Reifendruck optimiert, was gut funktioniert hat. Ich
musste einfach immer schneller fahren, was in den ersten beiden Sektionen auch
geklappt hat. Mit dem letzten Reifensatz habe ich mich leider nicht mehr
verbessert. Das hat die erste Startreihe gekostet. Auf Platz drei zu stehen,
ist trotzdem gut, und morgen ist alles offen."
Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM #1): "Das war ein sehr enges
Qualifying mit drei Audi unter den ersten vier. Timo gelang eine tolle Runde,
während wir nicht ganz perfekt waren, als es darauf ankam. Deshalb hat es nicht
für die erste Startreihe gereicht."
Markus Winkelhock (Playboy Audi A4 DTM #19): "Das Qualifying war
ganz gut. Schon im Test lief es gut, und ich mag die Strecke sowieso. Deswegen
habe ich mir einiges erhofft und konnte es im Qualifying umsetzen. Im dritten
Abschnitt habe ich es in einer Ecke übertrieben und Zeit verloren. Deshalb
haben wir einen Reifensatz fürs Rennen aufgehoben und uns mit Platz acht
zufrieden gegeben. Ich bin auf jeden Fall zufrieden."
Alexandre Prémat (Audi Bank/Shell Helix Audi A4 DTM #14): "Platz
neun ist nicht so schlecht, dennoch wäre ein Platz unter den acht Ersten
möglich gewesen. Leider sind mir in meinem ersten Sektor einige Fehler
unterlaufen. Für das Rennen haben wir eine gute Abstimmung gefunden. Ich habe
mir vorgenommen, mindestens zwei Punkte für das Team Phoenix zu sammeln."
Mike Rockenfeller (S line Audi A4 DTM #18): "Ich bin von Platz zehn
enttäuscht. Markus (Winkelhock) kam bis ins letzte Qualifying – es war also
mehr drin. Alexandre (Prémat) und Oliver (Jarvis) fuhren etwa die gleichen
Zeiten wie ich. Es ist verdammt eng. Wir haben unsere Sektoren nicht zusammen
bekommen. Schon als es im Freien Training wärmer wurde, war ich zu langsam.
Vielleicht kann ich in einem guten Rennen nach vorne fahren."
Oliver Jarvis (Best Buddies Audi A4 DTM #15): "Das war nicht mein
bestes Qualifying in der bisherigen Saison. In den schnellen Kurven
übersteuerte mein Auto stark. Einmal hätte ich mich fast gedreht, aber ich bin
auf dem Gas geblieben. Unsere Zeit war in Ordnung, hat aber leider nicht für
das dritte Qualifying gereicht."
Martin Tomczyk (Red Bull Audi A4 DTM #2): "Es war durchwachsen,
aber vorhersehbar. Ich habe für das Qualifying eine Abstimmung übernommen, die
ich zuvor noch nie gefahren bin, da wir nach dem freien Training nicht wussten,
wo wir standen. Es war also eine Lotterie. Es ist bekannt, dass man bei
Glücksspielen meist verliert – so war es auch in meinem Fall."
Christijan Albers (Audi A4 DTM #21): "Ich unternahm meinen letzten
Anlauf, als Mathias Lauda vor mir fuhr. Leider machte er einfach keinen Platz.
Wir kamen an eine schnelle Kurve, und mein Abtrieb riss in seinem Luftstrom ab.
Dann ging er noch vom Gas. Reine Zeitverschwendung. Somit habe ich faktisch das
Qualifying verpasst. Eine gute Zeit wäre möglich gewesen."
Katherine Legge (Audi A4 DTM #20): "Das Qualifying verlief sehr
enttäuschend. Wir dachten, die Abstände würden viel enger ausfallen. Leider
haben wir nicht einmal die Zeit aus dem freien Training erreicht. Uns ist beim
Reifendruck ein großer Fehler unterlaufen, was uns wahrscheinlich fast eine
volle Sekunde gekostet hat. Auch im Hinblick auf das Tempo im Rennen wissen wir
leider nicht, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Morgen kann alles
anders werden."
Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline): "Es war
bis zur letzten Sekunde sehr spannend. Timo (Scheider) ist in Höchstform und
fährt auf Top-Niveau. Man kann ihm nur gratulieren. Ich hoffe, dass es so
weitergeht."
Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix): "Schade, dass es
nicht für die dritte Sektion gereicht hat. Wieder einmal war es sehr knapp. Die
neue Fahrzeuggeneration ist sehr schnell. Ich hätte trotzdem gedacht, dass wir
mit einem 2007er-Auto bis ins letzte Qualifying hätten kommen können. Schade,
aber nun konzentrieren wir uns aufs Rennen."
Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg): "Ich bin glücklich.
Beide Autos unter den ersten zehn, ein Auto sogar im letzten Qualifying-Segment
– das war klasse. Wir wussten, dass wir uns nicht mehr viel steigern konnten.
Deshalb sind wir bei Markus (Winkelhock) nur einen Reifensatz gefahren.
Gratulation an die ganze Mannschaft und an Timo Scheider, der die dritte Pole
Position im dritten Rennen eingefahren hat."
Die Startaufstellung in Mugello
1. Timo Scheider (GW:plus/Top Service Audi A4 DTM) 1.43,079 Min.
2. Jamie Green (Mercedes) 1.43,401 Min.
3. Tom Kristensen (Audi A4 DTM) 1.43,420 Min.
4. Mattias
Ekström (Red Bull Audi A4 DTM) 1.43,472 Min.
5. Paul di Resta (Mercedes) 1.43,487 Min.
6. Bruno Spengler (Mercedes) 1.43,579 Min.
7. Bernd Schneider (Mercedes) 1.43,579 Min.
8. Alexandre Prémat (Audi Bank/Shell Helix Audi A4 DTM) 1.43,927 Min.
9. Mike Rockenfeller (S line Audi A4 DTM) 1.43,997 Min.
10. Markus Winkelhock (Playboy Audi A4 DTM) 1.44,025 Min.
11. Oliver Jarvis (Best Buddies Audi A4 DTM) 1.44,031 Min.
12. Martin Tomczyk (Red Bull Audi A4 DTM) 1.44,154 Min.
13. Ralf Schumacher (Mercedes) 1.44,735 Min.
14. Gary Paffett (Mercedes) 1.44,914 Min.
15. Christijan Albers (Audi A4 DTM) 1.44,986 Min.
16. Maro Engel (Mercedes)
1.45,357 Min.
17. Mathias Lauda (Mercedes) 1.45,644 Min.
18. Katherine Legge (Audi A4 DTM) 1.46,086 Min.
19. Susie Stoddart (Mercedes) 1.46,258 Min.

