12. April 2008
Pole Position für den neuen Audi A4 DTM
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Ingolstadt/Hockenheim –
Beeindruckender Einstand für den neuen Audi A4 DTM: Timo Scheider (Deutschland)
und Mattias Ekström (Schweden) fuhren am Samstag beim Qualifying
für den DTM-Auftakt in Hockenheim die mit Abstand schnellsten Rundenzeiten.
Damit gehen am Sonntag um 14 Uhr zwei der vier neuen Audi A4 DTM aus der ersten
Startreihe ins Rennen.
Schon während der freien Trainingssitzungen am Freitag und am Samstagvormittag
hatten die Audi Piloten das Tempo vorgegeben. Im ersten Abschnitt des
dreiteiligen Qualifyings lagen alle vier neuen Audi
A4 DTM an der Spitze des Feldes. Auch den Einzug in die letzte Sektion
schafften sie mühelos. Als einziger der beiden Hersteller brachte Audi alle
vier neuen Fahrzeuge unter die letzten Acht des Qualifyings.
Die Pole Position sicherte sich Timo Scheider im GW:plus/Top
Service Audi A4 DTM, der damit zum dritten Mal in seiner Karriere vom besten
Startplatz in ein DTM-Rennen geht. Neben dem Deutschen steht Titelverteidiger
Mattias Ekström im Red Bull Audi A4 DTM in der ersten
Reihe. Scheider und Ekström waren die einzigen beiden Piloten, die unter 1.33
Minuten blieben. Bruno Spengler im schnellsten Mercedes war auf Platz drei fast
vier Zehntelsekunden langsamer –für die DTM ein ungewöhnlich großer Abstand.
Tom Kristensen geht vom fünften Startplatz ins
Rennen, Martin Tomczyk von Position sieben. Am A4 des
Deutschen wurde zwischen der zweiten und dritten Sektion des Qualifyings der Sturz an der Hinterachse verändert. Dies
dauerte länger als erwartet und sorgte dafür, dass Tomczyk
im letzten und entscheidenden Abschnitt keinen zweiten Reifensatz verwenden
konnte.
Für eine Überraschung sorgte Oliver Jarvis: Der 24-Jährige schaffte im Best Buddies Audi A4 DTM des Audi Sport Team Phoenix bei seinem
DTM-Debüt auf Anhieb den Sprung unter die besten Acht. Damit war der junge
Brite nicht nur bester Neuling, sondern auch schnellster Fahrer eines
Vorjahreswagens.
Für den DTM-Auftakt in Hockenheim wurden alleine im Vorverkauf mehr als 44.000
Tickets abgesetzt. Das Rennen wird am Sonntag um 14 Uhr gestartet. Die ARD
überträgt im "Ersten" ab 13:45 Uhr live aus Hockenheim. Erstmals
tritt das überarbeitete DTM-Reglement in Kraft, wonach die beiden
Pflicht-Boxenstopps nur noch im zweiten Renndrittel durchgeführt werden dürfen.
Stallregie ist verboten. Das Fernsehen schaltet sich zudem erstmals in der DTM
während des Rennens in den Boxenfunk ein.
Stimmen nach dem Qualifying
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Bisher können wir nur
zufrieden sein, denn wir haben eine sehr starke Teamleistung gezeigt. Es zeigt
sich, dass der neue Audi A4 DTM sehr gut funktioniert. Ich hoffe, dass wir dem
tollen Straßenfahrzeug mit unserem Rennauto Ehre machen können. Erster
Auftritt, erste Pole – das ist auf jeden Fall toll. Zudem haben wir eine
geschlossene Teamleistung gezeigt. Ich freue mich besonders für Timo
(Scheider), der das gesamte Wochenende bisher sehr stark war und das in die
Pole Position umsetzen konnte. Aber auch alle anderen haben wirklich eine gute
Leistung gezeigt. Und man kann es gar nicht genug betonen: Oliver Jarvis fuhr
im ersten DTM-Qualifying seiner Karriere unter die
ersten Acht. Darauf kann er stolz sein."
Timo Scheider (GW:plus/Top Service Audi A4 DTM
#10): "Sensationell! Wir waren ab dem ersten Training stark. Von der
ersten Runde an hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Wir haben seit dem ersten
Training am Auto fast nichts verstellt. Das ist für ein Rennwochenende
ungewöhnlich. Normal wird da viel mehr geschraubt. Ganz kleine Änderungen
ergaben eine perfekte Balance. Das ist der Grund, warum wir auf der Pole stehen. Danke an Audi und die Äbte für ein tolles
Auto."
Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM #1):
"Ich fühle mich richtig wohl im neuen A4 DTM. Ich glaube, dass wir gute
Voraussetzungen hatten. Wir haben einen guten Long-run
im Test gefahren, ein starkes Qualifying hinter uns
gebracht, und ich stehe in der ersten Reihe. Die Chancen für das Rennen am
Sonntag sind gut."
Tom Kristensen (Audi A4 DTM #9): "Audi
hat im Winter super gearbeitet. Das Auto ist gut und schnell. Ich selbst
brauche noch ein paar Kilometer im Auto. Ganz ehrlich: Heute war das Auto
besser als ich. Im letzten Sektor bin ich mehrfach ein bisschen quer gestanden.
Das hat den dritten Rang gekostet. Trotzdem ist die Ausgangsposition okay. Am
Freitag hatte ich schon das Gefühl, dass sich das Auto über die Distanz noch
besser anfühlt, als das bei einem Audi je zuvor der Fall war."
Martin Tomczyk (Red Bull
Audi A4 DTM #2): "Es war ganz in Ordnung – bis auf den letzten Anlauf.
Wir haben zwischen dem zweiten und dem dritten Anlauf den Sturz geändert. Dabei
lief uns die Zeit davon, und mir blieb nur ein Anlauf mit neuen Reifen. Meine
Zeit fuhr ich auf diesem Satz Reifen in der dritten Runde – ohne jegliche
Chance auf eine Topzeit. Das ist ärgerlich, denn es
wäre sicher noch etwas gegangen."
Oliver Jarvis (Best Buddies Audi A4 DTM #15):
"Das war ganz schön hart! Ich konnte kaum glauben, wie schnell die
einzelnen Abschnitte vergingen. Das Format des Qualifyings
ist sehr fordernd. Man muss immer am Limit fahren und kann froh sein, zwei
Anläufe in einer Session zu schaffen. Ich bin sehr erfreut, in meinem ersten Qualifying unter die acht Besten gekommen zu sein. Jetzt hoffe
ich auf ein starkes Rennen am Sonntag."
Alexandre Prémat (Audi Bank/Shell Helix Audi A4
DTM #14): "Es lief ganz ordentlich mit Platz elf. Natürlich wäre ich
gerne in das dritte Qualifying gekommen, was auch
möglich gewesen wäre. Mit einem neuen Reifensatz ist mir allerdings ein Fehler
unterlaufen. Da wir eine sehr gute Abstimmung haben, hoffe ich, im Rennen ein
schönes Ergebnis zu erreichen."
Mike Rockenfeller (S line
Audi A4 DTM #18): "Es ist enttäuschend. Wir waren heute Morgen im
Freien Training noch recht gut. Mit dieser Zeit hätte ich auch im Qualifying nicht schlecht ausgesehen. Strecke und
Fahrzeugbalance haben sich sehr geändert. Ich habe auch keine optimale Runde
hinbekommen, es lag also auch an mir. Wir haben uns erhofft, unter den ersten Zehn
zu sein. Platz zwölf ist ernüchternd. Wir kämpfen im Rennen, aber der Abstand
zu den neuen Autos zeigt, dass es schwierig wird, im Rennen mitzuhalten."
Markus Winkelhock (Playboy Audi A4 DTM #19): "Das Qualifying war nicht perfekt. Ich habe mir nach dem Freien
Training viel mehr ausgerechnet, denn da hat das Auto gut funktioniert. Ich war
mit einem neuen Satz Reifen unterwegs, als mir ein Fehler unterlief und ich die
Runde abbrechen musste. So fuhr ich meine persönliche Bestzeit mit neuen Reifen
erst in der zweiten Runde, die normalerweise schon deutlich langsamer ist.
Zudem habe ich keine freie Runde erwischt. Dafür war die Zeit nicht schlecht.
Doch die Balance hat sich zwischen dem Morgen und dem Nachmittag deutlich
verändert. Ich bin enttäuscht. Am Sonntag muss im Rennen mehr gehen."
Christijan Albers (Audi A4 DTM #21):
"Ich denke, dass wir mit dem Team sehr gut gearbeitet haben. Ich bin
zufrieden. Im freien Training war das Auto sehr schwierig zu fahren. Im Qualifying hat es aber funktioniert, eine schnelle Runde zu
fahren. Hoffentlich geht es am Sonntag noch ein bisschen besser. Ich glaube, es
war clever, im zweiten Anlauf nur mit gebrauchten Reifen zu fahren. Mal sehen,
was uns das morgen bringen wird."
Katherine Legge (Audi A4 DTM #20): "Es war
faszinierend, mein erstes DTM-Qualifying erlebt zu
haben, auch wenn es nicht ganz so lief, wie wir es erhofft hatten. Mit dem
ersten Reifensatz unterlief mir ein Fehler. Mit dem zweiten Satz fehlte mir
auch deshalb viel Zeit, weil ich von einem anderen Auto behindert wurde."
Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline): "Das
Ergebnis ist wahnsinnig toll, vor allem, wenn man überlegt, wie hart dafür
gearbeitet wurde. Gratulation an die ganze Mannschaft! Wir haben immer daran
geglaubt, dass wir hier konkurrenzfähig sind. Dass es mit dem neuen A4 DTM so
gut werden würde, war Wunschdenken. Aber das ist Realität geworden. Wir haben
gesehen, dass das neue Auto absolut konkurrenzfähig ist."
Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix): "Wir sind mit dem
ersten Qualifying der Saison sehr zufrieden. Alex (Prémat) war wie erwartet stark, auch wenn es für ein
Resultat unter den acht Besten leider nicht gereicht hat. Die Zeiten waren sehr
eng. Die große Überraschung ist unser junger Engländer Oliver (Jarvis). Ich
ziehe den Hut vor einem Fahrer, der auf Anhieb in einem so starken Feld unter
die ersten Acht fährt."
Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg):
"Ich bin enttäuscht, denn nach den Plätzen sechs und acht im freien
Training hatte ich mehr erwartet. Es wäre auch mehr möglich gewesen, aber wir
haben einen Fehler gemacht. Wir haben am Auto etwas verstellt, da wir
erwarteten, dass sich die Strecke so ändert, dass ein stärkeres Untersteuern
auftritt. Hätten wir nichts verändert, hätte es wohl besser funktioniert. Am
Sonntag müssen wir eine gute Abstimmung finden und besser arbeiten."
Die Startaufstellung in Hockenheim
1. Timo Scheider (GW:plus/Top Service Audi A4 DTM)
1.32,655 Min.
2. Mattias Ekström
(Red Bull Audi A4 DTM) 1.32,804 Min.
3. Bruno Spengler (Mercedes) 1.33,034 Min.
4. Paul di Resta (Mercedes)
1.33,075 Min.
5. Tom Kristensen (Audi A4 DTM) 1.33,169 Min.
6. Jamie Green (Mercedes) 1.33,418 Min.
7. Martin Tomczyk (Red Bull Audi A4 DTM) 1.33,575
Min.
8. Oliver Jarvis (Best Buddies Audi A4 DTM) 1.33,716 Min.
9. Bernd Schneider (Mercedes) 1.33,731 Min.
10. Gary Paffett (Mercedes) 1.33,891 Min.
11. Alexandre Prémat (Audi
Bank/Shell Helix Audi A4 DTM) 1.33,893 Min.
12. Mike Rockenfeller (S line Audi A4 DTM) 1.33,991
Min.
13. Markus Winkelhock (Playboy Audi A4 DTM) 1.34,096
Min.
14. Christijan Albers (Audi A4 DTM) 1.35,299 Min.
15. Ralf Schumacher (Mercedes) 1.34,425 Min.
16. Maro Engel (Mercedes) 1.34,458 Min.
17. Susie Stoddart (Mercedes) 1.34,574 Min.
18. Mathias Lauda (Mercedes) 1.34,725 Min.
19. Katherine Legge (Audi A4 DTM) 1.35,784 Min.

