Nürburg, 01. September 2007
Dritte Pole Position in Folge für Audi
· Audi gewinnt Qualifying-Krimi auf dem Nürburgring
· Drei Audi A4 DTM auf den ersten drei Startplätzen
· Erste Pole Position der Saison für Martin Tomczyk
Zum
dritten Mal in Folge hat sich Audi in der DTM die drei besten Startpositionen
gesichert. Den Qualifying-Krimi auf dem Nürburgring
entschieden Martin Tomczyk, Timo Scheider und Tom Kristensen für Audi. Der beste Mercedes geht am Sonntag vom
vierten Startplatz ins Rennen (Start um 15 Uhr Ortszeit / ab 14:30 Uhr live im
"Ersten"). Tabellenführer Mattias Ekström startet aus der fünften
Reihe.
Beim dreiteiligen Qualifying am Samstag entschieden
Tausendstelsekunden: Mit einer Rundenzeit von 1.23,197 Minuten gelang Martin Tomczyk ein neuer Streckenrekord. Timo Scheider, der in Zandvoort von der Pole Position gestartet war, war
lediglich 13 Tausendstel langsamer. Weitere 73 Tausendstel dahinter
komplettierte Tom Kristensen mit Platz drei die
eindrucksvolle Qualifying-Performance des Audi Sport
Team Abt Sportsline.
Für Audi war es die insgesamt 37. Pole Position in der DTM, für Martin Tomczyk die fünfte und die erste in dieser Saison. Damit
hat der 25-Jährige von allen Titelkandidaten die beste Ausgangsposition für das
Rennen.
Tabellenführer Mattias Ekström musste sich dagegen mit Startplatz zehn
begnügen. Der Schwede fand keine perfekte Fahrwerksabstimmung und verpasste die
Qualifikation für die dritte Qualifying-Session um
0,136 Sekunden.
Schnellster Fahrer eines Vorjahres-A4 war der Franzose Alexandre Prémat (Audi Sport Team Phoenix) auf Position zwölf.
Stimmen nach dem Qualifying
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Ein sehr spannendes Qualifying mit einem sehr guten Ergebnis: Es stehen drei
Audi vorn. Martin (Tomczyk) ist wirklich eine tolle
Runde gefahren, aber auch Timo (Scheider) und Tom (Kristensen)
waren dicht dran. Das war eine starke Teamleistung. Schade ist natürlich, dass
Mattias (Ekström) nicht an die Leistung herankam. Das müssen wir untersuchen.
Er war mit dem Auto nicht hundertprozentig zufrieden. Wenn man in der DTM ganz
vorne sein will, muss einfach alles passen."
Martin Tomczyk (Red Bull
Audi A4 DTM #4)
1. Platz, 1.23,197 Min.
"Besser konnte es nicht laufen. Wir haben damit nach dem gestrigen Tag
überhaupt nicht gerechnet. Auch heute früh waren wir nicht so sicher, ob wir
die richtige Abstimmung gefunden hatten. Es ist perfekt gelaufen. Danke an mein
Team. Wir haben zwischen Session zwei und drei noch einmal etwas verändert. Das
Team sagte, wir probieren es aus – und es war die richtige Entscheidung. Es war
genau das, was gefehlt hat. Großen Dank an das Team!"
Timo Scheider (Gebrauchtwagen:plus/Top Service
Audi A4 DTM #8)
2. Platz, 1.23,210 Min.
"Ein Super-Qualifying! Drei Audi
auf den ersten drei Plätzen ist ein Ergebnis nach Wunsch. Schade, dass
es für Mattias (Ekström) nicht gereicht hat. Da war vielleicht ein Detail nicht
hundertprozentig. Ich freue mich riesig für Audi Sport und für Abt, dass sich
die Arbeit der letzten Wochen ausgezahlt hat."
Tom Kristensen (Siemens Audi A4 DTM #7)
3. Platz, 1.23,293 Min.
"Ein sehr intensives Qualifying – etwas
intensiver, als es mir lieb war. Es tut mir leid für Mattias (Ekström). Er
hätte es verdient, mit uns ganz vorne zu stehen. Die Arbeit mit meinem
Ingenieur Franco und den Mechanikern war gut. Wir haben am Auto kaum etwas
gemacht. Ich habe nur versucht, immer bessere Sektorzeiten
zu fahren. Das ist schwierig auf dieser Strecke, denn der Asphalt ist sehr
glatt. Trotzdem fuhr ich am Ende meine beste Zeit. Es ist schön, im Qualifying unter den ersten drei zu stehen – eine gute
Basis für das Rennen."
Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM #3)
10. Platz, 1.23,923 Min.
"Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das ich für mich erhofft hatte. Wir
sind mit der Abstimmung etwas in die falsche Richtung gegangen, und mein Auto
hatte zu viel Untersteuern. Der Sonntag wird nun sehr interessant."
Alexandre Prémat (Audi Bank Audi A4 DTM #17)
12. Platz, 1.24,093 Min.
"Über Platz zwölf bin ich etwas enttäuscht, denn ich hatte gehofft, bis in
die dritte Session zu kommen. Die Fahrer der 2007er Autos waren heute wirklich
sehr schnell. Immerhin bin ich wiederum bester Fahrer eines 2006er Audi. Am
Sonntag wollen wir mit einer guten Rennstrategie möglichst viele Punkte
einfahren. Unser Auto sollte im Rennen gut sein."
Christian Abt (Playboy Audi A4 DTM #16)
15. Platz, 1.24,365 Min.
"Es war alles im grünen Bereich, doch in der letzten Kurve hatte ich einen
Schlenker, der mich zwei Zehntel gekostet hat. Sehr schade, uns haben nur ein
paar Hundertstel für den nächsten Anlauf gefehlt. Sonst wäre locker ein
besseres Ergebnis möglich gewesen. Ich schätze, dass uns morgen ein langes und
hartes Rennen bevorsteht."
Markus Winkelhock (Audi A4 DTM #20)
16. Platz, 1.24,402 Min.
"Ich bin nicht zufrieden. Allerdings habe ich auch kein besseres Ergebnis
erwartet, nachdem wir bereits im Freien Training gekämpft haben und keine richtige
Balance fanden. Wir werden vielleicht noch einmal etwas umbauen und es am
Sonntag im Warm-up ausprobieren, damit wir wenigstens im Rennen eine gute
Abstimmung haben."
Mike Rockenfeller (S line
Audi A4 DTM #11)
17. Platz, 1.24,416 Min.
"Ich bin einmal mehr enttäuscht in diesem Jahr. Ich weiß nicht genau,
woran es lag. Ich hätte ein oder zwei Zehntel schneller fahren müssen. Leider
bin ich mit meinem ersten Satz Reifen in beiden Anläufen auf Markus
(Winkelhock) aufgelaufen. Mit dem zweiten war nicht mehr möglich. Schon sind
wir draußen nach der ersten Runde. Das ist natürlich nicht so schön."
Lucas Luhr (Philips Audi A4 DTM #12)
19. Platz, 1.24,589 Min.
"Man hat gesehen, dass sich alle Vorjahres-Audi schwer taten. Bereits mit
meinem ersten Reifensatz hatte ich überhaupt keinen Grip.
Es kam mir so vor, als hätte der Reifen überhaupt nicht gearbeitet. So kann man
nicht fahren. Damit war klar, dass das Qualifying
heute frühzeitig für mich vorbei sein würde."
Vanina Ickx (Audi A4 DTM #21)
20. Platz, 1.25,972 Min.
"Mein Ziel war es, niedrige 1.25er Zeiten zu erreichen. Ich bin zwar auf
1.25er Zeiten gekommen, allerdings im hohen Zehntelbereich. Ich bin nicht ganz
zufrieden, aber immerhin habe ich mich gegenüber dem Freitag verbessert."
Hans-Jürgen Abt (Team Direktor Audi Sport Team Abt Sportsline):
"Das war an Spannung nicht zu überbieten. Wir wussten vor dem Qualifying wirklich nicht, wo wir am Ende stehen, denn es
ging um Hundertstel. Ich freue mich wahnsinnig über die ersten drei Plätze,
denn das war eines der besten Ergebnisse für unser Team. Leider ist der
Meisterschaftsführende etwas weiter hinten. Ich werde ihn noch ein wenig
motivieren, damit er ein gutes Rennen fährt und möglichst viele Punkte
holt."
Ernst Moser (Team Direktor Audi Sport Team Phoenix): "Mit dem
Ergebnis bin ich gar nicht zufrieden. Christian (Abt) kam nicht in die zweite, Alex nicht in die dritte Sektion. Speziell die
erste Sektion war unser Problem. Ich weiß noch nicht, weshalb wir da zu langsam
waren. Das müssen wir nun analysieren. Wir hatten uns mehr erwartet. Wir hatten
mit einem Ergebnis unter den ersten Acht gerechnet, waren uns aber offenbar zu
sicher."
Arno Zensen (Team Direktor Audi Sport Team
Rosberg): "Wir stehen vor einem Rätsel. Es war vor den Zeiten
unheimlich knapp, uns hat nur ganz wenig gefehlt. Ich war mir zuvor relativ
sicher, dass wir bis in die zweite Gruppe kommen würden. Aber unsere Autos sind
nur herumgerutscht. Wir versuchen, das abzustellen. Ich bin enttäuscht."
Die Startaufstellung auf dem Nürburgring
1. Martin Tomczyk (Red Bull
Audi A4 DTM), 1.23,197 Min.
2. Timo Scheider
(GW:plus/Top Service Audi A4 DTM), 1.23,210 Min.
3. Tom Kristensen (Siemens Audi A4 DTM),
1.23,293 Min.
4. Bruno Spengler (Mercedes), 1.23,296 Min.
5. Bernd Schneider (Mercedes), 1.23,329 Min.
6. Jamie Green (Mercedes),
1.23,376 Min.
7. Paul di Resta (Mercedes), 1.23,612 Min.
8. Mika Häkkinen (Mercedes), 1.23,685 Min.
9. Daniel la Rosa (Mercedes), 1.23,880 Min.
10. Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM), 1.23,923 Min.
11. Gary Paffett (Mercedes), 1.24,012 Min.
12. Alexandre Prémat (Audi Bank Audi A4 DTM), 1.24,093 Min.
13. Susie Stoddart (Mercedes), 1.24,187 Min.
14. Mathias Lauda (Mercedes), 1.24,432 Min.
15. Christian Abt (Playboy Audi A4 DTM), 1.24,365 Min.
16. Markus Winkelhock (Audi A4 DTM), 1.24,402 Min.
17. Mike Rockenfeller (S line Audi A4 DTM), 1.24,416 Min.
18. Alexandros Margaritis (Mercedes), 1.24,515 Min.
19. Lucas Luhr (Philips Audi A4 DTM), 1.24,589 Min.
20. Vanina Ickx (Audi A4 DTM), 1.25,972 Min.
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