EuroSpeedway, 19. Mai 2007
Audi Pilot Prémat mit starkem DTM-Comeback
· Franzose schnellster Audi Pilot auf dem EuroSpeedway
· Startplatz sechs im Audi Bank Audi A4 DTM
· Tabellenführer Mattias Ekström auf Startposition neun
Mit
einer starken Leistung im Qualifying auf dem EuroSpeedway Lausitz hat sich Alexandre Prémat
eindrucksvoll in der DTM zurückgemeldet: Dem Franzosen gelang im dreiteiligen
"Shoot-out" um die besten Startpositionen
als einzigem Audi Fahrer der Sprung unter die letzten Acht. Im Audi Bank Audi
A4 DTM sicherte sich Prémat den sechsten Startplatz
für das Rennen am Sonntag (ab 13:45 Uhr live in der ARD), obwohl das Audi Sport
Team Phoenix zwischen der ersten und der zweiten Sektion des Qualifyings an seinem A4 den oberen Querlenker der linken
Hinterradaufhängung wechseln musste.
Alexandre Prémat hatte sich beim Saisonauftakt in
Hockenheim einen Lendenwirbelriss zugezogen und musste das Rennen in Oschersleben auslassen. Erst kurz vor diesem Wochenende
erhielt der 25-Jährige die Freigabe der Ärzte, wieder in der DTM zu starten.
Der Franzose war der einzige Audi Pilot, der im Qualifying
den Gewichtsvorteil der 2006er Fahrzeuge in eine gute Startposition ummünzen
konnte. Teamkollege Christian Abt und auch Mike Rockenfeller
sowie Lucas Luhr scheiterten bereits in der ersten
Sektion.
Nur knapp verpasste Tabellenführer Mattias Ekström den Sprung unter die besten
Acht. Erst in letzter Sekunde wurde der Schwede auf Position neun verdrängt. Seine
Teamkollegen Timo Scheider und Martin Tomczyk gehen
von den Positionen zehn und elf in das Rennen. Ihre Audi A4 DTM der neuesten
Generation sind auf dem EuroSpeedway
Reglement-bedingt 28 Kilogramm schwerer als die neue C-Klasse von Mercedes, was
laut Computersimulation pro Runde knapp eine halbe Sekunde kostet.
Stimmen nach dem Qualifying
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Es ist enttäuschend, nur
ein einziges Auto unter den ersten Acht zu haben. Wir wussten zwar, dass es
hier für unsere 2007er Autos sehr schwer werden würde. Wir hatten aber gehofft,
uns mit unseren 2006er Autos besser platzieren zu können. Alex (Prémat) hat gezeigt, was mit einem solchen Auto möglich
ist. Wir müssen uns ansehen, warum der Unterschied zwischen den 2006er Fahrzeugen
so groß ist. Im Rennen können wir jetzt nur die Strategie fahren, so viele
Punkte wie möglich zu sammeln. Darauf müssen wir uns vorbereiten."
Alexandre Prémat (Audi Bank Audi A4 DTM #17)
6. Platz, 1.19,711 / 1.19,029 / 1.19,032 Min.
"Ich bin sehr glücklich für Audi, im Qualifying
auf Platz sechs gefahren zu sein. Ein wenig enttäuscht bin ich, dass mir einige
Fehler unterliefen, die mich zwei, drei Zehntelsekunden gekostet haben. Ich
hätte also noch weiter vorne stehen können. Ich bin ausschließlich von
Mercedes-Fahrern umstellt. Das ist eine echte Herausforderung! Ich will gut
starten und in die Punkte fahren."
Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM #3)
9. Platz, 1.19,679 / 1.19,303 Min.
"Das Qualifying war ganz schön hart! Ich tat
alles, was ich konnte und fuhr auch fehlerfrei. Wir waren aber einfach nicht
schnell genug. Für das Rennen müssen wir noch mehr Speed finden, um weiter nach
vorn fahren zu können."
Timo Scheider (Gebrauchtwagen:plus/Top Service
Audi A4 DTM #8)
10. Platz, 1.19,350 / 1.19,431 Min.
"Das Qualifying war gut, was die Faktoren Auto
und Team betrifft. Es war das Maximum, was heute möglich war. Alle Runden waren
sauber, aber in den letzten beiden Anläufen lag in Turn 9 auf der Innenlinie
Schmutz. Beim Anbremsen trat dort ein abruptes Übersteuern auf. Sonst hätte es
vielleicht für die ersten Acht reichen können, aber wir wussten, dass es schwer
wird."
Martin Tomczyk (Red Bull
Audi A4 DTM #4)
11. Platz, 1.19,689 / 1.19,444 Min.
"Wir wussten vorher, dass wir hier nicht ganz vorne mitfahren können. Dass
wir nun in einem Pack mittendrin auf den Plätzen neun bis elf stehen, ist
allerdings auch etwas unglücklich. Ich hätte schon erwartet, dass ein oder zwei
unserer Autos bis ins letzte Segment kommen. Mit dem Verlauf des Wochenendes
bin ich zufrieden, denn ich hatte große Probleme in zwei Kurven, die ich gelöst
habe. Nun bin ich mit Mattias (Ekström) und Timo (Scheider) auf einer
Ebene."
Adam Carroll (Audi A4 DTM #20)
12. Platz, 1.19,400 / 1.19,543 Min.
"Es war gut, wieder bis in die zweite Sektion gekommen zu sein. Uns fiel
es allerdings schwer, die Leistungen aus den Tests zu wiederholen. In der DTM
wird bis zum Qualifying sehr viel gefahren, wodurch
auch viele Fahrer einen anfänglichen Rückstand aufholen können. Ich habe alles
aus dem Auto geholt. Die Startposition ist besser als beim letzten Mal. Wir
können ein schönes Rennen mit einem guten Ergebnis erwarten."
Mike Rockenfeller (S line
Audi A4 DTM #11)
15. Platz, 1.19,813 Min.
"Ich bin ziemlich enttäuscht, denn ich bin zum ersten Mal nach dem ersten
Segment des Qualifyings ausgeschieden. Ich habe mir
gedacht, dass das irgendwann einmal passieren wird, aber nicht damit gerechnet,
dass es hier der Fall ist."
Lucas Luhr (Philips Audi A4 DTM #12)
16. Platz, 1.19,875 Min.
"Wir konnten uns zumindest für das Qualifying
verbessern. Ich bin erstmals unter 1.20 Minuten gefahren. Vielleicht wäre es
noch etwas schneller gegangen, aber ich hatte einen Quersteher, weil die Reifen
schon etwas abgebaut haben. So hat es nicht zu mehr gereicht."
Christian Abt (Playboy Audi A4 DTM #16)
18. Platz, 1.19,926 Min.
"In meiner ersten Ausfahrt unterlief mir ein kleiner Fehler. Ich fuhr
durchs Kiesbett, und dabei habe ich mir die Frontplatte beschädigt. Das Auto
hat dann stark untersteuert. Das ist wirklich schade, wenn man sieht, was mein
Teamkollege Alex heute erreicht hat. Nun muss ich im Rennen aufholen."
Markus Winkelhock (Siemens Audi A4 DTM #7)
19. Platz, 1.19,972 Min.
"Ich bin nicht ganz glücklich, denn ich hatte mir mehr erhofft. Im Freien
Training war ich nur eine Zehntelsekunde entfernt von den anderen 2007er Autos.
Im Qualifying hatte ich im ersten Anlauf Pech, weil
ein Vordermann Dreck auf die Strecke schleuderte, sodass ich die Runde
abbrechen musste. Mit dem zweiten Reifensatz unterliefen mir selbst zwei
Fehler. Mir fehlten drei Zehntel auf Mattias (Ekström) – so kam ich nicht
weiter."
Vanina Ickx (Audi A4 DTM #21)
20. Platz, 1.20,840 Min.
"Mich beunruhigt, dass ich mich so langsam an diese Position gewöhne.
Speziell auf diesem Kurs fällt es mir schwer, meine Zeiten zu verbessern.
Deshalb weiß ich auch nicht, was ich vom Rennen erwarten kann. Ziel muss es
sein, so konstant wie möglich zu fahren und mich zu verbessern."
Hans-Jürgen Abt (Team Direktor Audi Sport Team Abt Sportsline):
"Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich ein Ergebnis in der Art schon
befürchtet: Wir kennen das Gewicht unserer Fahrzeuge an diesem Wochenende und
konnten uns in etwa den Rückstand ausrechnen. Unsere Mannschaft steht fast
geschlossen beieinander, Mattias (Ekström) hätte sogar fast noch den Einzug in
die Top Acht geschafft. Das Wort ‚Aufgeben’ gibt es in unserem Wortschatz
nicht: Morgen werden wir kämpfen und das Beste herausholen."
Ernst Moser (Team Direktor Audi Sport Team Phoenix): "Die Kurve
zeigt für unser Team nach oben. Mit Alex Prémat den
besten Audi Fahrer im Qualifying zu stellen, macht
uns schon ein bisschen stolz. Christian Abt unterlief leider im ersten Segment
ein Fehler, und er fuhr durchs Kiesbett. Der Splitter wurde beschädigt, das
Auto untersteuerte nur noch. Schade! Ich glaube, auch er wäre sonst weit nach
vorne gefahren."
Arno Zensen (Team Direktor Audi Sport Team
Rosberg): "Ich verstehe die Welt nicht mehr. Eigentlich hätten wir
hier die zweite Kraft sein müssen. Wir sind es aber nicht und wissen noch
nicht, warum."
Die Startaufstellung auf dem EuroSpeedway
1. Bruno Spengler (Mercedes), 1.18,408 Min.
2. Mika Häkkinen (Mercedes), 1.18,521 Min.
3. Paul di Resta (Mercedes), 1.18,660 Min.
4. Bernd Schneider (Mercedes), 1.18,730 Min.
5. Jamie Green (Mercedes), 1.18,985 Min.
6. Alexandre Prémat (Audi Bank Audi A4 DTM), 1.19,032
Min.
7. Alexandros Margaritis
(Mercedes), 1.19,263 Min.
8. Daniel la Rosa (Mercedes), 1.19,370 Min.
9. Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM), 1.19,303 Min.
10. Timo Scheider (GW:plus/Top Service Audi A4 DTM), 1.19,431 Min.
11. Martin Tomczyk (Red Bull Audi A4 DTM), 1.19,444 Min.
12. Adam Carroll (Audi A4 DTM), 1.19,543 Min.
13. Gary Paffett (Mercedes), 1.19,553 Min.
14. Mathias Lauda (Mercedes), 1.19,701 Min.
15. Mike Rockenfeller (S line Audi A4 DTM), 1.19,813 Min.
16. Lucas Luhr (Philips Audi A4 DTM), 1.19,875 Min.
17. Susie Stoddart (Mercedes), 1.19,903 Min.
18. Christian Abt (Playboy Audi A4 DTM), 1.19,926 Min.
19. Markus Winkelhock (Siemens Audi A4 DTM), 1.19,972 Min.
20. Vanina Ickx (Audi A4 DTM), 1.20,840 Min.
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